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Wohnungsknappheit in Hessen


Mangelndes Bauland in Hessen und dem Rhein-Main-Gebiet ist eine aktuelle Herausforderung, mit der insbesondere die hessischen Immobilienverbände, Bauträger und Projektentwickler zu kämpfen haben. Weiter steigende Baukosten und zu wenig Raum für Neubauten sind Faktoren, die leider verhindern, dass der Wohnungsknappheit rasch ein Ende bereitet wird.
Nicht nur in Hessen, sondern auch in den Ballungsgebieten Deutschlands erhöht sich der Druck auf den Immobilienmarkt. Die Situation auf dem Wohnimmobilienmarkt spitzt sich weiter zu. Die Wohnungsknappheit und die dadurch erhöhte Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum führt dazu, dass immer mehr Mieter gezwungen werden, weit mehr als ein Drittel für die Bezahlung ihrer Miete zu investieren oder aber in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben, auch wenn diese längst zu klein geworden sind. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Frankfurt betrug vor 6 Jahren noch knapp über 10 Euro, mittlerweile werden 13 Euro und mehr verlangt.


Wie Makler die Not der Mieter ausnutzen


Die Situation ist insbesondere für die Wohnungssuchenden frustrierend, die dadurch auch oft ausgenutzt werden. Nicht selten machen sich Immobilienmakler diese Not zunutze und verlangen beispielsweise Geld für die Besichtigung von Wohnungen. Diesem Usus wurde jetzt untersagt, wie sich an einem Beispiel des Landesgerichts Stuttgart zeigt: Das hatte jüngst entschieden, derartigen Vorgehensweisen ein Ende zu setzen und einen Makler entsprechend verurteilt. Hier versuchen Makler immer wieder, die Gebühren, die eigentlich vom Vermieter, der den Makler beauftragt, auf den Mieter umzuschlagen bzw. so noch mehr Geld für die Provision zu verlangen. Das sogenannte Bestellerprinzip sieht vor, dass derjenige, der den Makler beauftragt, diesen auch bezahlen muss. Es ist am 01. Juni 2015 in Kraft getreten und schützt die Mieter, die bislang auch für den Service von Maklern bezahlen mussten, ohne diesen jedoch gebucht zu haben. Das Bestellerprinzip gilt ausschließlich bei Mietwohnungen und nicht bei Immobilienkäufen.


Lösung: Mietpreisbremse?


Neben dem Bestellerprinzip versucht die sogenannte Mietpreisbremse, die Situation auf dem Wohnimmobilienmarkt für Mieter zu verbessern. Sie wurde auch in Hessen in 16 Städten und Gemeinden eingeführt. Das bedeutet, dass Vermieter bei Neuvermietungen nur noch 10 Prozent über der ortsüblichen Miete bei vergleichbaren Objekten verlangen dürfen. Modernisierte Wohnungen oder Neubauwohnungen sind jedoch von der Mietpreisbremse ausgeschlossen. Das klare Ziel der Mietpreisbremse ist die Sicherung von Wohnraum auf für Normalverdiener. Ob sie langfristig die Situation verbessern wird, steht derzeit noch in den Sternen. Unklar ist nämlich, ob Vermieter die Kosten nicht auf Umwegen auf den Mieter übertragen. Hier führt die fehlende Transparenz dazu, dass noch keine eindeutigen Rückschlüsse gezogen werden können.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Sie bei Fragen rund ums Mietrecht einen Anwalt zurate ziehen. Denn oft werden Klauseln in Mietverträge integriert, die zwar schwarz auf weiß auf dem Papier prangen, rechtlich jedoch keinerlei Gültigkeit besitzen. Um diesen Unklarheiten aus dem Weg zu gehen, ist es ratsam, vor der Unterschrift des Vertrages oder bei Problemen auf den Profi zurückzugreifen, zu finden in Hessen beispielsweise bei der Kanzlei Sachse


Dringende Notwendigkeit: Bau von Wohnungen


Die Förderung von bezahlbarem Wohnungsbau ist eine dringende Notwendigkeit, da letztlich nur der Neubau von Wohnungen und damit einhergehend die Schaffung von mehr Wohnraum für eine langfristige Entspannung auf dem Immobilienmarkt sorgt. Alle anderen Versuche sind zwar wichtige Grundsteine, lösen das Problem jedoch nicht in der Zukunft. Aktuell wird in Hessen noch zu wenig neu gebaut. In der gesamten Bundesrepublik fehlen derzeit über 800.000 Wohnungen, die Zahl der vermerkten Leerstände sinkt weiter und die Preise bzw. die Nachfrage steigt indes an.
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