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Berufspraxis und Studium kombiniert: Für wen eignet sich das Duale Studium?

In den nächsten Wochen wird es an deutschen Universitäten, somit auch in Hessen, wieder aufregend: Rund eine halbe Million Erstsemester drängen dann in die Hörsäle. Die Entscheidung für ein Studium gilt heute als möglicher Grundstein für beruflichen Erfolg und ein potenziell hohes wie sicheres Einkommen. Der von vielen Seiten befürchtete Fachkräftemangel zeigt sich weniger im akademischen Bereich, sondern vor allem im Handwerk. Dabei klagen auch hessische Unternehmen darüber, dass vielen Studenten nach Bachelor und Master die Praxis fehlt. Ist ein Duales Studium die bessere Alternative?
Bildquelle: Pexels

Vergütung ermöglicht Finanzierung des Lebensunterhalts


Ein duales Studium vereint den Bachelor-Abschluss mit Praxisphasen im Unternehmen. Der größte Vorteil dabei: Der häufig befürchtete Praxisschock nach dem Studium fällt aus. Zudem kann das theoretische Wissen direkt eingebracht werden. Im Vergleich zum konventionellen Studium fällt auch die Finanzierung leichter: Eine Vergütung, die bei vielen Unternehmen durchaus 600 bis 800 Euro monatlich beträgt, kann zumindest den Großteil der Lebenshaltungskosten decken. Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage offenbarte, dass die Mehrzahl der Studenten ihren Lebensunterhalt vollständig mit dem Einkommen des dualen Studiums bestreiten können.
Zudem sind die Jobaussichten blendend: Die Unternehmen haben viel in die Studierenden investiert, sodass in der Regel eine Festanstellung sicher ist. Das bedeutet aber auch: Der Weg in die Wissenschaft ist steinig. Durch den höheren Praxisanteil kommt das wissenschaftliche Arbeiten etwas zu kurz - Dual-Studenten bereiten sich eher für die Praxis vor.

Immer mehr Studiengänge auch Dual studierbar


Ein Nachteil des Dualen Studiums ist wiederum die geringere Auswahl. Typischerweise werden Stellen in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) angeboten. Dabei handelt es sich meist um Ingenieursstudiengänge für Jobs, die in vielen Unternehmen dringend besetzt werden müssen. Entsprechend gut sind die Job-Perspektiven; wer allerdings ein Studium im Bereich der Geisteswissenschaften anstrebt, wird es deutlich schwieriger haben. Wie sich zeigt, kommt allerdings auch hier etwas Bewegung in die Thematik: Die IUBH bietet schon ein relativ breites Spektrum an Studiengängen an. So lassen sich auch Studiengänge wie Gesundheitsmanagement oder Logistik als Duales Studium absolvieren; selbst Tourismusmanagement steht zur Auswahl.

Hoher Arbeitsaufwand: Dual-Studenten können keine Semesterferien genießen


Der Einstieg ist schwieriger als bei einem konventionellen Studium. Während Studienfächer wie Maschinenbau oder Informatik an Universitäten in Hessen zumeist ohne Numerus Clausus gestartet werden können, ist die Bewerbung um einen Studienplatz im dualen Studium hart. Zudem haben Dual-Studenten weitaus weniger Freizeit: Statt der Semesterferien gibt es lediglich den normalen Urlaub, wie ihn auch Berufstätige enthalten. Allerdings: Durch die Praxisausbildung wird die Zeit gut ausgenutzt. Zudem müssen rund zwei Drittel der Vollzeitstudenten ohnehin neben dem Studium arbeiten, um den Lebensunterhalt finanzieren zu können - häufig in Jobs, die thematisch mit dem Studium nichts zu tun haben.


Fazit: Keine leichte Entscheidung


Wer sollte sich also für ein Duales Studium entscheiden? Sofern das Abitur mit guten oder sehr guten Noten absolviert wurde, eine gewisse Leistungsbereitschaft vorhanden ist und später ohnehin in der freien Wirtschaft gearbeitet werden soll, ist das Duale Studium durchaus eine gute Wahl. Ist hingegen später eine wissenschaftliche Karriere geplant oder es soll ein Studiengang gewählt werden, der nicht als Duales Studium angeboten wird, führt der Weg über ein konventionelles Studium eher zum Erfolg.
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