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Veganes Backbuch

Der Darmstädter Student Timm Kehl verlegt neben seinem erfolgreichen Blog nun ein veganes Rezeptbuch. Die Nachfrage ist groß, der Trend zur alternativen Ernährung wächst weiter. Hier spricht er über seine ersten Wochen als Veganer, verbranntes Popcorn und sein neues Lebensgefühl.
Orange Tartlet: Backzeit 30 bis 40 Minuten. Bildquelle: Timm Kehl
150 Gramm Mehl, 1 Esslöffel Agavendicksaft, 50 Gramm Margarine und eine Prise Salz: Dies sind die Grundzutaten für einen Käsekuchen – ohne tierische Erzeugnisse. Es ist eines von zweiduzend neuen Rezepten des Darmstädter Architekturstudenten Timm Kehl (23). Seit zweieinhalb Jahren isst und lebt Kehl vegan, nun verlegt der Blogger ein veganes Rezeptbuch in limitierter Auflage. „Kochbücher für Neuveganer gibt es bereits zahlreich“, sagt Kehl, „doch vegane Backbücher für Einsteiger sind selten.“ Dabei hat Kehl bereits die meisten seiner 100 Bücher verkauft. Die Ideen für Gebäcke sowie Kuchen und Torten entwickle Kehl spontan. Seine veganen Rezepte verwenden mittlerweile auch erfahrene Köche. Er kooperiere bereits mit regionalen Restaurants. Nach Angaben der Tierschutzorganisation «PETA» ernähren sich zurzeit bundesweit 400 000 Menschen vegan. Die Szene verbreite sich vor allem über soziale Netzwerke. Nach dem Studium möchte Kehl ein eigenes veganes Café eröffnen. Die ersten Ideen für die Einrichtung habe er schon.

„Fleisch ist uninteressant“

Jetzt erhältlich: Timm’s Vegan Kitchen – Das Backbuch. Bildquelle: Timm Kehl
Der Mittzwanziger trägt Kurzhaarschnitt und Dreitagebart zu fair gehandelter Kleidung. Im hessischen Darmstadt engagiert er sich für Tier- und Umweltschutz. Freunde beschreiben ihn als ebenso kreativ wie chaotisch: „Das stimmt“, räumt Kehl lächelnd ein. Seine ersten Wochen als Veganer seien schwierig gewesen, denn sein Umfeld habe ihn nicht unterstützt. Deshalb seien Kontakte zu anderen Veganern gerade am Anfang hilfreich: „Vegane Ernährung ist eine Umstellung, aber kein Verzicht. Ich habe völlig neue Zutaten entdeckt. Seitdem ist Fleisch uninteressant.“ Außerdem sei vegane Ernährung entgegen vieler anders lautender Meinungen alltagstauglich. Mittlerweile bieten auch Restaurants und Supermärkte vegane Produkte an. Von Fleischersatz hält Kehl wenig: „Seitan schmeckt bei mir wie verbranntes Popcorn, dann lieber einen veganen Burger.“ So böten Burger Freiraum für Kreativität. Für die Zukunft wünscht sich Kehl mehr Offenheit für vegane Rezepte im eigenen Bekanntenkreis. Sein derzeitiges Lieblingsrezept ist übrigens Mousse au Chocolat mit Avocado.
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